„Der erste Eindruck zählt“ – das ist die unumstößliche Grundregel wann auch immer wir neue Menschen kennenlernen: Sei es bei einem Vorstellungsgespräch, auf einer Party oder beim Einkaufen. Gerade einmal 150 Millisekunden bis maximal 90 Sekunden benötigt unser Gehirn, um unterbewusst ein Urteil über Sympathie oder Antipathie gegenüber dem Unbekannten zu fällen. Steht der erste Eindruck fest, ist es sehr schwer, diesen wieder zu ändern.
Das Projekt Schattenseiten beschäftigt sich mit dem Problem, das zwangsläufig durch diesen Prozess entsteht. In Sekundenbruchteilen werden Menschen durch stereotypes Sehen und Denken abgestempelt und in eine Schublade gesteckt, ohne ihnen wirklich eine Chance zu geben, ihren wahren Charakter zu zeigen. Die Portraits der Serie sollen genau dieses Bild des ersten Eindrucks zeigen: Ein flüchtiges und zwangsläufig unvollständiges Bild, das dem Betrachter vieles vorenthält und bei dem große Teile der Persönlichkeit im Schatten verborgen bleiben.
Canon A1 | 50 1,4 | Ilford HP5+












